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SSD aufrüsten: NVMe oder SATA – und welche passt in die PS5?

NVMe, SATA, M.2 oder extern? Der Luchs erklärt, welche SSD in deinen PC, deinen Laptop oder deine PS5 passt und worauf du beim Aufrüsten achten musst.

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Kaum ein Upgrade bringt so viel spürbaren Unterschied wie eine SSD. Der alte Laptop fährt plötzlich in Sekunden hoch, Spiele laden schneller, und auf der PS5 ist endlich wieder Platz für neue Titel. Nur: SSD ist nicht gleich SSD. Zwischen SATA, NVMe, M.2 und externen Modellen verliert man schnell den Überblick. Der Luchs bringt Ordnung rein.

Die Grundlagen: SATA, NVMe und M.2

Die Begriffe werden oft durcheinandergeworfen, meinen aber verschiedene Dinge:

  • SATA ist eine Schnittstelle, die ursprünglich für Festplatten entwickelt wurde. SATA-SSDs sind meist 2,5 Zoll groß und sehen aus wie eine flache Laptop-Festplatte. Die Schnittstelle begrenzt das Tempo auf etwas über 500 MB/s.
  • NVMe ist ein Protokoll, das speziell für SSDs gemacht ist und über PCI Express läuft. Damit sind um ein Vielfaches höhere Geschwindigkeiten möglich. Wie schnell genau, hängt von der PCIe-Generation ab: PCIe 4.0 ist deutlich flotter als PCIe 3.0.
  • M.2 ist nur ein Bauformat, also ein kleiner Steckplatz auf dem Mainboard. Achtung: Es gibt M.2-SSDs mit NVMe und, seltener, auch mit SATA. Ein M.2-Slot unterstützt nicht automatisch beides.

Die Faustregel: Für ein älteres Gerät mit 2,5-Zoll-Schacht ist SATA die richtige Wahl. Hat dein Mainboard einen NVMe-fähigen M.2-Slot, holst du mit einer NVMe-SSD deutlich mehr Tempo heraus.

NVMe für Gaming-PC und PS5

Die Samsung 990 PRO mit 4 TB ist eine M.2-2280-SSD mit PCIe 4.0 x4 und NVMe 2.0. Samsung nennt sequenziell bis zu 7.450 MB/s beim Lesen und 6.900 MB/s beim Schreiben. Damit spielt sie in einer ganz anderen Liga als jede SATA-SSD. Mit 4 TB ist außerdem genug Platz für eine große Spielebibliothek oder Videoprojekte.

Im PC gilt: Für das volle Tempo brauchst du einen M.2-Slot mit PCIe 4.0. In einem älteren PCIe-3.0-Slot läuft die SSD auch, aber eben langsamer.

Welche SSD passt in die PS5?

Sony macht für die Speichererweiterung der PS5 klare Vorgaben. Laut PlayStation-Support brauchst du:

  • eine M.2-SSD mit NVMe und PCIe Gen4 x4 (M-Key)
  • eine Kapazität von 250 GB bis 8 TB
  • eine unterstützte Baulänge, unter anderem 2280
  • empfohlen werden 5.500 MB/s oder mehr Lesegeschwindigkeit
  • eine Kühlung (Kühlkörper oder Wärmeleitpad) ist erforderlich, und die SSD muss samt Kühlung in den Schacht passen

Die 990 PRO erfüllt die Anforderungen an Schnittstelle, Format und Tempo. Die hier vorgestellte Variante hat allerdings keinen eigenen Kühlkörper. Für die PS5 brauchst du also zusätzlich einen passenden Kühler, der innerhalb von Sonys Maßvorgaben bleibt. Alternativ bietet Samsung die 990 PRO auch in einer Version mit bereits montiertem Kühlkörper an.

Eine SATA-SSD wie die 870 EVO kommt für den internen Erweiterungsslot der PS5 nicht infrage.

SATA: das klassische Upgrade für ältere Laptops und PCs

Du hast einen älteren Laptop mit einer mechanischen Festplatte? Dann ist die Samsung 870 EVO mit 1 TB genau das richtige Kaliber. Sie kommt im 2,5-Zoll-Format mit SATA-Anschluss und ist laut Samsung nur 6,8 mm hoch. Das passt in viele Laptops und Desktop-PCs ohne M.2-Slot. Samsung nennt bis zu 560 MB/s beim Lesen und 530 MB/s beim Schreiben, also das, was SATA hergibt.

Klingt im Vergleich zur NVMe-SSD wenig, aber gegenüber einer alten Festplatte ist der Unterschied beim Hochfahren und Starten von Programmen enorm. Mit der Software Samsung Magician kannst du Daten von der alten Platte übertragen. Im Desktop-PC mit 3,5-Zoll-Schächten brauchst du eventuell einen Einbaurahmen.

Externe SSDs: mitnehmen statt einbauen

Nicht jeder will oder kann schrauben. Externe SSDs werden per USB angeschlossen und eignen sich für Backups, Foto- und Videoarchive oder als mobiler Datenspeicher.

Die Samsung T7 mit 2 TB ist flach und kompakt und erreicht laut Samsung per USB 3.2 Gen 2 bis zu 1.050 MB/s beim Lesen und 1.000 MB/s beim Schreiben. Kabel für USB-C und USB-A liegen bei. Wer viel draußen unterwegs ist, schaut sich die Samsung T7 Shield mit 2 TB an: gleiches Tempo, aber im gummierten Gehäuse mit IP65-Schutz gegen Staub und Strahlwasser. Laut Samsung übersteht sie Stürze aus bis zu drei Metern.

Und an der PS5? Laut PlayStation-Support können PS4-Spiele direkt vom USB-Speicher gespielt werden. PS5-Spiele lassen sich dort zwar lagern, müssen zum Spielen aber zurück auf den internen Speicher oder die M.2-SSD kopiert werden. Eine externe SSD ist also ein praktisches Archiv, ersetzt aber nicht die interne Erweiterung.

Welche SSD für welche Situation?

Situation Passende Lösung
Älterer Laptop mit Festplatte, 2,5-Zoll-Schacht SATA-SSD wie die 870 EVO
Gaming-PC mit freiem PCIe-4.0-M.2-Slot NVMe-SSD wie die 990 PRO
PS5, mehr Platz für PS5-Spiele NVMe PCIe 4.0 mit Kühlkörper
Backups, Fotos, Datenaustausch Externe SSD wie die T7
Unterwegs, Outdoor, Baustelle Robuste externe SSD wie die T7 Shield

Checkliste vor dem Kauf

  • Welche Anschlüsse hat dein Gerät: 2,5-Zoll-SATA, M.2 mit NVMe oder beides? Ein Blick ins Handbuch des Mainboards oder Laptops hilft.
  • Welche PCIe-Generation unterstützt dein M.2-Slot?
  • Für die PS5: PCIe Gen4, passende Baulänge und Kühlkörper eingeplant?
  • Wie viel Speicher brauchst du wirklich, auch mit Blick auf die nächsten Jahre?
  • Willst du dein altes System übernehmen? Dann plane das Klonen mit ein.
  • Bei externen SSDs: Hat dein Rechner einen USB-3.2-Gen-2-Anschluss für das volle Tempo?

Das Fazit vom Luchs

Die richtige SSD hängt vor allem davon ab, was dein Gerät unterstützt. Für ältere Laptops ist eine SATA-SSD ein einfaches und wirkungsvolles Upgrade. Im modernen Gaming-PC und in der PS5 führt kein Weg an NVMe mit PCIe 4.0 vorbei, bei der Konsole zusätzlich mit Kühlkörper. Und wer Daten mitnehmen oder sichern will, ist mit einer externen SSD gut bedient, bei rauem Einsatz am besten in der robusten Variante.

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